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Das schreibt die Presse

Rheinpfalz 05/2010

HammerTwintett

Henning Wolter Trio

Jazz Against The Machine

Jem Cooke

Rheinpfalz 31-08-2009

Rheinpfalz - 24.08.2009

Rheinpfalz 30.03.2009

Hans Kraus für die Rheinpfalz / 29.11.2008

Rheinpfalz vom 30.06.2008

Textverion

Rheinpfalz 07.12.2007

Rheinpfalz, Oktober 2007

Rheinpfalz, September 2007

Archtop-Germany Konzerte

Wesley G Jazznight vom 14.03.2008

..was für eine JAZZnight! Die Besucher der 10ten JAZZnight erlebten eine Session der Extraklasse. Jean- Marc Robin am Schlagzeug, Jean-Yves Jung an der Orgel und wie immer Wesley G. an der Gitarre - gemeinsam in absoluter Hochform und Spiellaune.
Wesley G. wie immer der Virtuose auf der Gitarre, trieb seine Mitspieler zu außergewöhnlichen Leistungen. Jean-Marc Robin ist nicht nur als Begleiter absolut hörenswert; furios und auf den Punkt kamen seine Drumsoli.
Jean-Yves Jung baute auf seiner Korg einen dichten Klang-Teppich auf, immer gefühlvoll und Raum füllend.
Zum zweiten Set kam, den regelmäßigen JAZZnight - Besuchern nicht unbekannte, Saxophonist Andy Lehmann dazu und erweiterte das Trio zum Quartett. Wenn der erste Set schon von herausragender Qualität war, so öffnete Andy Lehmanns Saxophon spiel eine weiter Dimension. Ein förmlich paralysiertes Publikum genoss diesen Auftritt bis zum letzten Ton.
Förmlich kochte die Stimmung über, als Wesley den letzten Titel des Abends ankündigte, und das Quartett Mercy, Mercy, Mercy den Klassiker von Joe Zawinul in einer lange nicht enden wollenden Version spielte. Die Spielfreude der Musiker gipfelte darin, dass jeder des Quartetts das Thema abwechselnd immer wieder durch ein Soli eröffnete und so die Spannung fast 45 Minuten lang aufrecht gehalten wurde.

Das schreibt die Presse:

Wesley G: Jazz Nights von Dr Michael Herweg

Wesley G: Jazz Nights von Dr Michael Herweg

WesleyG_FrankfurtWesley G hat in Neustadt an der Weinstraße eine neue Jazzreihe ins Leben gerufen. Unter dem Titel "Wesley's Jazz Night" lädt der Gitarrist zwei Mal im Monat Gastmusiker auf die kleine Bühne des Restaurants "Steinhäuser Hof" ein. Den Anfang machten im Oktober der Karlsruher Altsaxophonist Andy Lehmann und der Freiburger Kontrabassist Arne Huber, gefolgt von zwei Abenden mit dem Organisten Jean-Yves Jung aus Paris und dem Schlagzeuger Jean-Marc Robin aus Nancy.
Die bisherigen Jazz Nights boten Jazzfreunden im allgemeinen und Gitarren-Aficionados im besonderen ein breites Spektrum: Während im Trio mit Saxophon und Bass viele Balladen gespielt wurden und selbst die Uptempo-Bebop-Stücke (Billie's Bounce, Yardbird Suite) von einem eher weichen Ton des Saxophons geprägt waren, kochte es im Orgeltrio ganz gehörig: Wenn Jean-Yves Jung sein Korg (für eine B3 bietet die Bühne beim besten Willen keinen Platz ...), in Richtung Smith (Jimmy und
Dr. Lonnie) oder Rhyne trieb, waren auf Wesleys Epiphone ganz klar
John Leslie "Wes" und Benson angesagt.
Wesleys Ton ist satt und voll, der Daumen hat immer einiges zu tun. In der Begleitung ist Wesley ruhig, zurückhaltend, lässt seinen Gästen viel Raum, unterlegt deren Soli mit einem eindrucksvollen Repertoire an interessanten Akkordalterationen, ohne dem Solisten die Luft zu nehmen. Besonders schön war dies im Zusammenspiel mit Arne Huber zu beobachten, der am ersten Abend im Saxophontrio ein enorm prägnantes und einfallreiches Bass-Spiel allererster Güte ablieferte (u.a. mit einem wunderbar gestrichenen Solo über Yardbird Suite).
Wesleys Soli sind expressiv und energiegeladen, dabei immer flüssig und geschmeidig. Beim Einstieg manchmal noch leicht gebremst, werden sie von Chorus zu Chorus heißer, sind voll von Ausbrüchen mit Outside-Motiven und -Akkordverschiebungen, die schließlich zielgenau wieder inside landen. Das alles wird dargeboten mit beeindruckender Leichtigkeit, wirkt beinahe wie aus dem Ärmel geschüttelt. Wenn man aber genau hinschaut, sieht man, dass Wesley durchweg mit allergrößter Konzentration bei der Sache ist.
Neben Wes und Benson ist in Wesleys Spiel auch immer viel von Django und seinen Erben zu hören, allen voran Bireli Lagrene, mit dem er häufig spielt und dessen "Valse de France" er auch bei der zweiten Jazz Night gespielt hat. Nebenbei bemerkt: Wesley bei einer Jam Session mit Gypsy Swing auf der Gitarre in Selmer/Maccaferri-Bauweise zu hören, ist ein ganz eigenes Erlebnis!
Den Jazzgitarren-Freunden ist Wesley spätestens durch seine Jardis-CD "Two Sides to Every Story" mit dem Saxophonisten Derrick James aus dem Jahr 2001 (auf der auch schon Jean-Yves Jung mitgespielt hat) bekannt geworden. Angefangen hat er seine professionelle Laufbahn vor ziemlich genau 30 Jahren. Über die ersten 12, 13 Jahre kann er von unzähligen Club-Gigs erzählen, bei denen er Soul- und Jazz-Größen wie Sam & Dave und Percy Sledge begleitet hat. Später spielte er dann mit Barry Finnerty (Gitarrist auf "Streetlife" von den Crusaders und "The Man with the Horn" von Miles Davis), Jimmy Woode, Jimmy Bruno, Louis Stewart, Bireli Lagrene, Emil Mangelsdorf, Tony Lakatos und immer wieder Bobby Durham, dem langjährigen Drummer von Ella Fitzgerald und Oscar Peterson. Auf die Frage, was seine größte musikalische Begegnung war, kommt die Antwort spontan: Liza Minelli, Stimme und Gitarre, ca. 1990, spät in der Nacht, in irgendeinem Club in Frankfurt.
A propos Stimme und Gitarre: Aktuell ist Wesley mit Nicole Metzger unterwegs, sowohl im Quintett (auch hier mit Jean-Yves Jung) als auch im Duo. Und das äußerst erfolgreich: 2006 haben die beiden den ersten Preis beim internationalen Wettbewerb "Voice and Guitar" in saarländischen Völklingen gewonnen. Daneben tourt Wesley mit der Swinglegende Hugo Strasser und verfolgt seine Soloprojekte. Vor ein paar Tagen, Ende Oktober, konnte er einige Gigs mit chinesischen und amerikanischen Kollegen in einem Jazzclub in Peking spielen, und nächstes Jahr steht ein Projekt in den U.S.A. mit Jean-Yves Jung und Derrick James an.
Wesley's Jazz Night ist eine tolle Sache für den Jazz und die Gitarre im Südwesten. Es ist zu hoffen, dass die Jazzfreunde aus der Pfalz und der Umgebung dieses hervorragende Angebot nutzen. Neustadt an der Weinstraße ist von Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg und Karlsruhe in einer guten halben Stunde zu erreichen. Und da Jazzmusiker und -freunde ja bekanntlich Genießer sind, bietet es sich für weitgereiste Gäste an, eine ausgiebige Weinprobe bei einem (oder mehreren) der vielen hervorragenden Pfälzer Winzer mit einem Besuch von Wesley's Jazz Nights zu verbinden: Bei der Auswahl ist der Autor gerne behilflich. "Zum Wohl. Die Pfalz."
Michael Herweg für Archtop Germany, 07.11.07