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Mandelblütenfest

Wahrscheinlich vom 19. März bis zum 20. März

Erst wenn sich die ersten Knospen der Mandelblüte öffnen, wird der genaue Termin für das Gimmeldinger Mandelblütenfest bekannt gegeben, denn der richtet sich ganz nach der Natur. Meist ist dies im März der Fall, wobei es schon Ausreißer Ende Februar oder erst Mitte April, wie 2010, gab. Manchmal muss das Festkomitee den Termin sehr kurzfristig bestimmen. Das Mandelblütenfest zeigt das Ende der kalten, winterlichen Jahreszeit an.
Hintergründe zum ersten Weinfest des Jahres

Das milde Klima in der Vorderpfalz, zwischen Rhein und Haardt sowie entlang der Weinstraße machen ein so frühes Blütenfest möglich. Hier gedeihen außer Wein und Mandeln auch Esskastanien, Feigen, Kiwis und sogar vereinzelt Zitrusfrüchte. Früher wurden die Mandelbäume hauptsächlich in den Weinbergen eher vereinzelt angepflanzt. 1922 legte Reichsrat von Buhl die Gimmeldinger Mandelbaumallee an. Einige der fast hundertjährigen Bäume stehen nach wie vor. Mittlerweile wurzeln rund um Gimmeldingen ungefähr 3000 Mandelbäume und jedes Jahr kommen 30 neue Stammpflanzen hinzu.

Das Mandelblütenfest wurde1934 erstmals gefeiert. Trotz seines Namen stellt es das erste Weinfest des Jahres dar. Durch den Zweiten Weltkrieg kam es zu Unterbrechungen, doch 2009 konnte das 75-jährige Jubiläum begangen werden. Jährlich ist an den beiden Festtagen mit mehr als 10.000 Besuchern zu rechnen.
Ablauf des Mandelblütenfestes in Gimmeldingen

Das malerische Winzerdorf Gimmeldingen wird durch eine Mandelblütenkönigin bei Festen und offiziellen Anlässen repräsentiert. Unterstützt wird sie von der Mandelblütenprinzessin, die das Jahr darauf üblicherweise zur Mandelblütenkönigin gewählt wird. Diese Wahl findet kurz vor dem Mandelblütenfest statt, 2011 ist sie für den 13. März vorgesehen.

Das Fest beginnt samstags 14:00 mit einer Eröffnungsfeier auf den Kirchplatz. Nun werden auch Mandelblütenkönigin und -prinzessin vorgestellt. Die Gimmeldinger Trachtengruppe und der Gimmeldinger Gesangsverein gestalten das Rahmenprogramm. Danach mischen sich die Mandelblütenhoheiten unters Volk und ziehen durch das Dorf. Die Winzerhöfe und weitere Ausschankstellen bieten nicht nur „Weck, Worscht un Woi“ auf Pfälzer Art an, sondern neben ausgezeichneten Weinen wie der Gimmeldinger Meerspinne, auch Speisen für jeden Geschmack sowie Spezialitäten vom Pfälzer Wildschwein. In der Ortsmitte runden Fahrgeschäfte und verschiedene Stände das Angebot ab. Sollte das Wetter unfreundlich werden, können die Festivitäten in die Meerspinnenhalle verlegt werden. Der Gesangverein lädt hier zu Kaffee und Kuchen und anderen Köstlichkeiten ein. Dorthin wird auch sonntags die Freiwillige Feuerwehr bei ungünstiger Witterung ausweichen, wenn um 11:00 das traditionelle Frühschoppenkonzert veranstaltet wird. Meist aber findet dieses Konzert auf dem Kirchplatz, nach dem Festgottesdienst statt.

Wer die Mandelblüte pur erleben möchte, kann dies bei einem Spaziergang über den Mandelblüten-Lehrpfad an der "Motz" oder über den Mandelblüten-Panoramaweg tun. Wählt man den Panoramaweg, bietet sich dem Betrachter vom König-Ludwig-Pavillon aus ein weiter Blick über die rosa getupfte Rheinebene, den Haardtrand und das Hambacher Schloss. Ein Sandstein mit der Inschrift „Der Garten Deutschlands – die blühende Pfalz! Ludwig I. 1856“ bezeugt, dass auch Ludwig I von diesem Blick begeistert war. Hier, im König-Ludwig-Pavillon, lädt der Verkehrs- und Verschönerungsverein mit seinem Ausschank zum Verweilen ein.